|
|
|
Material:
 | Stuhlprobe |
Norm:
 | negativ (qualitativer ELISA-Test) |
Morphologie des Virus:
 | Reovirus |
 | 6 AG-Gruppen (A-F) |
 | Gruppe A am häufigsten im klinischen Untersuchungsgut |
Pathogenese:
 | Infektion der Enterozyten des Dünndarms → osmotische
Diarrhoe mit Elektrolyt- und Wasserverlust |
 | teilweise Erbrechen |
Epidemiologie:
 | sehr hohe Kontagiosität |
 | meist Kinder zwischen 6 Monaten bis 2. Lebensjahr betroffen |
 | Infektionen auch bei exponierten Personen
(Kindergärtnerinnen, Kinderkrankenschwestern, Kinderärztinnen/Kinderärzte,
etc. anzutreffen |
Übertragungswege:
 | Schmierinfektion (Virusausscheidung weitgehend über den
Darm) |
 | seltener auch Tröpfcheninfektion |
 | gestillte Kinder haben durch das spezifische IgA in der
Muttermilch (besonders hohe Konzentration im Kolostrum!) eine relativen
Immunschutz bezüglich Rota-Virus-Infektionen! |
Inkubationszeit:
 | 24-72 Stunden |
Klinik:
 | inapparente Infektionen (etwa zur Hälfte gesunde
Ausscheider bei Kleinkindern) |
 | Beginn oft mit Erbrechen |
 | folgend oft übelriechende, bei Säuglingen auch grün
verfärbte Stühle |
 | Trinkschwäche mit teils ausgeprägter überwiegend
isotoner Dehydratation |
 | Dauer einige Tage bis wenige Wochen |
 | Oft schwieriger Nahrungsaufbau mit rezidivierenden
Durchfällen |
 | Gastroenteritis |
 | durch massive Exsikkose sind tödliche Verläufe möglich |
Hinweis:
 | Häufigster viraler Enteritis-Erreger bei Kindern
(besonders ersten beiden Lebensjahre) |
Therapie:
 | frühzeitige und ausreichende Rehydrierung |
Meldepflicht:
 | Labor:
 | nach § 7 meldepflichtiger Nachweis des Erregers |
|
 | niedergelassener Kollege:
 | Meldepflichtige Krankheiten nach § 6
 | Verdacht und Erkrankung an eine akuten Gastroenteritis:
 | wenn eine Beschäftigung im Lebensmittelverkehr bzw. in Küchen
für Gemeinschaftseinrichtung vorliegt (§ 42) |
 | wenn 2 oder mehr Erkrankungen mit anzunehmendem
epidemischen Zusammenhang auftreten |
|
|
|
 | siehe Tabelle:
Melde- und Erfassungspflicht nach IfSG, meldepflichtige
Erkrankungen |
Prophylaxe:
 | Impfung nicht verfügbar |
 | bei Säuglingen und leichter Erkrankung weiterstillen
(spezifische IgA-AK in der Muttermilch) →
führt oft zu einem leichteren Verlauf |
Siehe auch:
|