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Patienteninformation: erbliches Thromboserisiko |
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Was sind Thrombosen? Thrombosen sind Blutgerinnsel in den Blutgefäßen, die durch defekte Gefäßfunktionen (z.B. „Krampfadern“), langes „Einklemmen“ der Gefäße (Langstreckenflüge) oder durch ein defektes Gerinnungssystem entstehen. Blutgerinnsel (Thromben) entstehen, indem der "lösliche" Gerinnungsfaktor Fibrin (durch andere Gerinnungsfaktoren dazu angeregt) zum unlöslichen Fibrin "verklumpt". Die Thrombosen bilden sich meist in der Ober- und Unterschenkeln. Als Langzeitschaden durch oft auftretende Thrombosen können die sogenannten „offenen Beine“ entstehen. Wie entsteht eine Lungenembolie? Löst sich ein Blutgerinnsel z.B. aus einer Beinvene und wird mit dem Blutstrom in die Lunge gespült so entsteht eine oft lebensbedrohliche Lungenembolie. Welche Risikofaktoren gibt es? Als Risikofaktoren gelten Krampfadern, Hormontherapien (z.B. „Pille“), Bewegungsmangel und Übergewicht. Während mit zunehmendem Alter durch mangelnde Bewegung, Alterung des Blutgefäßsystems und andere Faktoren das Risiko für Thrombosen zunimmt, treten bei angeborenen Thromboseneigungen (Thrombophilie) oft schon Thrombosen im früheren Lebensalter, meist vor dem 45. Lebensjahr auf. Kann man eine angeborene Thromboseneigung durch eine Blutuntersuchung abklären? Es ist durch Laboruntersuchungen möglich, die angeborenen und (oft) unbekannte Risiken abzuklären. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, daß die Untersuchungen kostspielig sind und nicht in jedem Fall über die Krankenkassen abgerechnet werden können. Unten möchten wir Ihnen die wichtigsten vererblichen (angeborenen) Ursachen erläutern und darstellen, inwiefern ein Zusammenhang zu einem erhöhten Thromboserisiko besteht.
Wichtiger Hinweis: Das Thromboserisiko sehr umfangreiches Thema, das hier nur stark verkürzt und vereinfacht dargestellt werden kann. Außerdem kann diese Übersicht nicht auf jeden einzelnen Fall eingehen. Ein Gespräch mit Ihrem behandelnden Arzt ist und bleibt deswegen unerläßlich. Er wird Ihnen offene Fragen gerne beantworten.
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